Odessa – die Stadt der vergessenen Kinder
Odessa am Schwarzen Meer ist der größte Hafen der Ukraine. Die Orange Revolution vom Dezember 2004 hat auch Odessa verändert: Wirtschaftlicher Aufschwung und Optimismus prägen das Bild. Langsam füllt sich die Stadt auch mit Touristen.
Kampf ums Dasein
Leider lebt ein Großteil der Gesellschaft
in Odessa noch immer auf der Schattenseite der Reformen. Die Mittelschicht
fehlt, Wohnungen sind oft unerschwinglich, das tägliche Leben
für die Normalverdiener ist oft ein Kampf ums Dasein. Ein
allgegenwärtiges und besonders trauriges Bild sind die vergessenen
Kinder auf den Straßen und in den Unterführungen.
Alkohol und Drogen - Odessa ist die Stadt mit der höchsten Aidsrate in Osteuropa – bzw. Kriminalität lässt viele Familien zerbrechen. Odessa spricht von 500 Straßenkindern. Tatsächlich sind es wohl zwischen 3000 und 4000. Heime gibt es zwar, doch insgesamt mit zu wenigen Plätzen und einer ungenügenden Betreuung. Dabei bräuchten gerade diese verlorenen Kinder intensive Zuwendung, um den Weg zurück in das normale Leben als Jugendliche und später Erwachsene zu finden.
Verein Confinis hilft vor Ort
Cecile Cordon, die zuletzt im
Februar 2006 in Odessa war, konnte dank finanzieller Unterstützung
der AWD-Kinderstiftung in einigen Fällen helfen. So hat sie
Geld für Nahrungsmittel für ein Waisenhaus gespendet,
das einer Musikschule angeschlossen ist. Dem "Haus des Kindes"
hat sie eine Spende für dringend nötige Medikamente
und Vitamine für HIV-infizierte Babys übergeben. Nicht
zuletzt konnte sie dem Verein "Hilfe für Straßenkinder
in Odessa" Geld für Ernährung von Straßenkindern
geben.
Auch
hier werden wir versuchen die finanziellen Mittel für Streetwork
aufzutreiben, um auch den vergessensten Kindern Hilfe bringen
zu können.
In Kooperation mit der Region und der Stadt Odessa wollen wir vor allem größeren Kindern eine Ausbildungsperspektive bieten. Dabei gehen wir den unkonventionellen Weg über die Errichtung eines Kindertheaterzirkus mit pädagogisch-kreativen Mitteln. Auch an die Ausbildung der jeweiligen integrierten Berufe ist gedacht und natürlich die soziale Betreuung und Rückführung in Familien oder Familienzentren ist Ziel dieses Projektes.
weitere Projekte
|