Verein zur Durchführung mildtätiger Projekte in Entwicklungsländern

Projekt: Studienreise

Status quo in Georgien

Nach Schätzungen nationaler ExpertInnen weist Georgien in etwa 40.000 problematische DrogengebraucherInnen auf, das sind 1,5% der erwachsenen Bevölkerung. Etwa die Hälfte (!) aller HIV Infektionen ist auf i.v. Drogenkonsum zurückzuführen. Der Behandlungsbedarf ist groß, kann jedoch nur unzureichend abgedeckt werden. So gibt es zwar Angebote an Substitutionstherapie (Methadon und Subutex), diese sind jedoch sehr begrenzt und müssen überwiegend privat finanziert werden.

Seit 2012 gibt es nun eine ressortübergreifende Abteilung im Justizministerium, die in etwa unserer Bundesdrogenkoordinationsstelle entspricht und deren Anliegen es ist, die Entwicklung und Umsetzung des Aktionsplans gemeinsam mit Fachleuten konkret voranzutreiben.

CONFINIS hat in Zusammenarbeit mit der Sucht- und Drogenkoordination Wien und DSA Frau Silvia Franke ein Programm erstellt und eine Fachgruppe aus Tiflis unter der Leitung des Mitarbeiters  der Interministeriellen Drogenkoordinationsstelle im Justizministerium eingeladen, die wichtigsten Einrichtungen der Stadt Wien kennenzulernen.

Die TeilnehmerInnen meinten einmütig, dass sie mit neuen Argumenten durch die Erfahrungen in Wiener Institutionen bestärkt, an einer Veränderung der georgischen Drogenpolitik arbeiten werden.

Auch dieses Projekt wurde von der Stadt Wien finanziell unterstützt.