Verein zur Durchführung mildtätiger Projekte in Entwicklungsländern



Studienreisen

2014 ist wieder eine Studienreise geplant, diesmal mit BeamtInnen des ukrainischen Innenministeriums, Abteilung für kriminelle Jugendliche.

Confinis erhofft sich ein Umdenken der restriktiven Politik zum Thema Jugend- und Suchtkriminalität.

Confinis versucht durch Studienreisen die zuständigen BeamtInnen der Ukraine in der Behandlung von Suchtkranken von der Behandlungsmethode  „Therapie statt Strafe“ zu überzeugen.

Zum 3. Mal ist es Confinis gelungen, mit Unterstützung der Stadt Wien und der ERSTE Privatstiftung  ukrainische Justiz- und VerwaltungsbeamtInnen, die mit der Drogenproblematik befasst sind, zum Besuch von Wiener Einrichtungen der Drogenkoordination und der Wiener Justizverwaltung einzuladen.

 

Zum 4. Mal ist es Confinis gelungen, mit Unterstützung der Stadt Wien und der ERSTE Privatstiftung ukrainische Justiz- und VerwaltungsbeamtInnen, die mit der Drogenproblematik befasst sind, zum Besuch von Wiener Einrichtungen der Drogenkoordination und der Wiener Justizverwaltung einzuladen.

Ein Ergebnis dieser Informationsreisen ist die  Zusammenarbeit der Polizei mit unserer Partnerorganisation Nova Simja in Czernowitz.

Letzte Nachricht aus Czernowitz:  Oberstleutnant Bassarab, Leiter der Kriminalpolizei für Kinder, übergibt nun aufgegriffene drogenkranke Straßenkinder zur Betreuung an Nova Simja. Vorher steckte man die Kinder einfach in geschlossene Einrichtungen ohne weitere Betreuung.

 

Confinis konnte auch dieses Jahr wieder eine Studienreise durchführen für MagistratsbeamtInnen, Exekutiv- und JustizbeamtInnen und ÄrztInnen, die mit der Drogenproblematik in der Ukraine befasst sind.  

 

Studienreise der Verwaltungs- und PolizeibeamtInnen des Oblast Czernowitz

Die Verwaltungs- und PolizeibeamtInnen des Oblast Czernowitz wurden von Confinis in Zusammenarbeit mit der Drogenkoordination Wien eingeladen, für sieben Tage alle Drogeneinrichtungen der Stadt Wien zu besichtigen.

Leider ist die Ukraine das Land mit der höchsten HIV-Anstiegsrate in Europa. Die Politik der Ukraine versucht das Problem durch "Strafe statt Therapie und Hilfe" zu lösen, was aber nicht gelingt.
Die BeamtInnen konnten in Wien die Drogeneinrichtungen besuchen, die in erster Linie versuchen das drogenproblem durch "Therapie statt Strafe" zu mildern.

Dieses Projekt wurde unterstützt von der Stadt Wien, dem Land Kärnten, der Drogenkoordination Wien, der Raiffeisen International und Mundipharma.

 



Weiterbildung des SozialarbeiterInnenteams" Nova Simja"

Die Arbeit mit Süchtigen ist in der Ukraine eine generell neue Erscheinung. Die SozialarbeiterInnen sind in erster Linie PsychologInnen, LehrerInnen und PsychotherapeutInnen. Bis vor kurzem gab es in der Ukraine keine fachliche Ausbildung für SozialarbeiterInnen, was zum Teil große Schwierigkeiten in den verschiedenen Bereichen der praktischen Sozialarbeit zur Folge hatte. Nun gibt es zwar eine Hochschulausbildung für SozialarbeiterInnen, allerdings gibt es in der Betreuungsarbeit Drogenkranker und psychisch auffälliger Kinder ein Defizit in den Möglichkeiten eines Praktikums in gut funktionierenden staatlichen Einrichtungen.

Es ist daher für SozialarbeiterInnen dieser Organisationen schwer, in der Ukraine direkt Vorbilder und Praktiken für ihre Arbeit zu finden. Das Team von "Nova Simja" ist jung und es ist äußerst wichtig, dem Team eine Fort- und Weiterbildung im praktischen Umgang mit Drogenkranken zu ermöglichen.

Hauptsächliche Tätigkeitsbereiche des Teams von "Nova Simja" sind:

  • Sucht- und Aids-Prävention
  • Arbeit in Gruppen mit DrogenkonsumentInnen und deren Familienangehörigen
  • Soziale Integration von Süchtigen
  • Rechtliche Besserstellung von Drogenabhängigen und HIV/AIDS-PatientInnen
  • Psychologische Betreuung von Kindern von drogenabhängigen und/oder HIVpositiven Eltern
  • Information und Betreuung von Prostituierten
  • Präventionsarbeit und Betreuung der homosexuellen Szene
  • Durchführung von HIV-Express-Tests
  • Information und begleitende Betreuung von ausstiegswilligen Drogensüchtigen

Confinis ist es 2008 in Zusammenarbeit mit der Sucht- und Drogenkoordination Wien gelungen, dem Team von „Nova Simja“ einen vierwöchigen Weiterbildungskurs in Wien zu ermöglichen. Das Projekt wurde von der Austrian Development Agency, der Kärntner Landesregierung, dem Städtebund und der Stadt Wien gefördert.